PSYCHOTHERAPIE > SCHWERPUNKTE

THERAPIEANSATZ
Die psychotherapeutische Ausrichtung meiner Praxis ist die Verhaltenstherapie. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfe zur Selbsthilfe für den Patienten im Mittelpunkt steht. Ihm werden nach Einsicht in Ursachen und Entstehungs­geschichte seiner Probleme Methoden an die Hand gegeben, mit denen er zukünftig besser zurechtkommt.
KERNKOMPETENZEN
Besondere Kompetenzen liegen in vier Bereichen vor: bei der Behandlung von Suchtpro­blemen, vor allem bei Alkohol, Medikamenten sowie Online­sucht, von trau­matischen Erlebnissen wie beispielsweise Gewalt- oder Miss­brauchs­erfahrungen, von Angst­stö­rungen sowie von beruflichen Problemen wie Mobbing, Burnout oder Stress.
STÖRUNGSBILDER
Über die besonderen Kompe­tenzfelder hinaus behandle ich auch weitere Stö­rungsbilder. Einen Überblick bietet Ihnen die unten stehende Aufzählung. Zögern Sie bitte nicht, sich auch mit einem Problem an mich zu wenden, für das Sie unten keine Beschrei­bung finden. Das mögliche Spektrum ist groß, und die Aufzählung soll Ihnen nur zur Orientierung dienen.

PSYCHOTHERAPEUTISCHE KERNKOMPETENZTHEMEN DES PSYCHOLOGEN-TEAMS

SUCHTERKRANKUNGEN & ONLINESUCHT
Suchterkrankungen gehören mit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Der Konsum von Alkohol zählt zu den Selbst­verständlichkeiten des sozialen Lebens und wird im Unterschied zu illegale Suchtmitteln gesellschaftlich nicht geächtet. Problematisch wird es, wenn Suchtmittel regelmäßig und in immer höheren Dosierungen eingenommen werden. Wenn beispielsweise Suchmittel konsumiert werden, um negative Gefühle, wie z. B. Stress am Arbeitsplatz oder Konflikte im Familienleben zu verdrängen, kann sich daraus ein Teufelskreis entwickeln, der sich nur schwer aus eigenem Antrieb unterbrechen lässt.

Wenn Sie feststellen, dass Sie mehr Suchtmittel, insbesondere Alkohol oder Medikamente konsumieren, als Sie eigentlich wollen oder wenn Sie deswegen bereits negative Konsequenzen erlebt haben, die Sie in Ihrem eigenen Gefühlsleben, in der Partnerschaft, in der Familie, im Beruf, auf körperlicher Ebene oder z. B. in Form eines Führerscheinentzugs einschränken, dann sollten Sie schnellstmöglich handeln und diesen Prozess, der bis zur Abhängigkeit führen kann, unterbrechen.

In der Therapie geht es zunächst darum zu verstehen, wann und zu welchem Zweck Suchtmittel verstärkt eingesetzt werden. In einem weiteren Schritt werden Alternativen zum Suchtverhalten identifiziert, die den Suchtmittelkonsum überflüssig machen und letztendlich zu einem zufriedeneren, selbstbestimmten Leben führen. Wichtig ist schließlich eine Rückfallprophylaxe, die Ihre individuellen Ressourcen und Lebensbedingungen berücksichtigen muss.

Onlinesucht ist ein Begriff, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Onlinesucht ist zwar derzeit nicht als eigene Sucht-Diagnose im ICD-10 aufgeführt, aber vieles spricht dafür, dass es sich um eine Analogie zu "stoffungebundenen" Süchten handelt.

Die Kriterien Entzugserscheinungen, Toleranzentwicklung, ein starker Drang, online zu sein, Kontrollverluste, Vernachlässigung sozialer Kontakte etc. sind vorhanden. Dennoch wird Onlinesucht derzeit noch unter „Störungen der Impulskontrolle“ diagnostiziert. Drei Bereiche werden beschrieben, in denen ein pathologischer Internetgebrauch vorliegen kann: Surfen (speziell nach sexuellen Inhalten), Kommunikation (Chatten, Internetforen, Facebook, Google+, Pinterest, Twitter, YouTube etc.) und Computerspiele (vor allem Online-Rollenspiele mit vielen Mitspielern).

In einer Studie des Gesundheitsministeriums 2011 wurde erfasst, dass 1,5 % der deutschen Bevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren als onlinesüchtig gelten, wobei davon auszugehen ist, dass jüngere Jahrgänge häufiger betroffen sind.
TRAUMATISIERENDE ERLEBNISSE
Es gibt Erlebnisse, die emotional so extrem belastend sind, dass man sich absolut ohnmächtig und überwältigt fühlt und keinerlei Bewältigungsmechanismen dafür hat. In der Folge können sich verschiedene sogenannte Traumafolgestörungen entwickeln, die tiefgreifende Auswirkungen auf das eigene Gefühlsleben, auf Beziehungen zu anderen und das alltägliche Leben haben. Eine typische primäre Traumafolgestörung ist z. B. die Posttrauma­tische Belastungsstörung. Es gibt aber auch eine Vielzahl anderer Störungen wie z. B. Angststörungen, Depressionen oder Somatisierungsstörungen, deren Auftreten durch traumatische Erlebnisse begünstigt wird.

Wenn Sie sehr belastende Erlebnisse hatten und merken, dass Sie diese, ohne es zu wollen, immer wieder in Gedanken, inneren Bildern oder Träumen nacherleben, wenn Sie unter Ängsten, depressiven Gefühlen, Gefühlen eines andauernden Betäubtseins, emotionalem Rückzug, aggressivem Verhalten oder sogar Suizidgedanken leiden, wenn Sie sich sehr angespannt fühlen mit entsprechenden körperlichen Störungen, wie z. B. Schlafstö­rungen, oder wenn Sie vermeiden, sich mit den belastenden Ereignissen tatsächlich auseinanderzusetzen, dann sollten Sie nicht zögern, sich in eine Behandlung zu begeben.

Eine gezielte Traumabehandlung kann zwar nicht das Erlebte ungeschehen machen, aber es gibt inzwischen wirksame Wege, um sich wieder zu stabilisieren und die traumatischen Erlebnisse so zu verarbeiten, dass der Alltag wieder besser bewältigt und sogar eine zufriedenere Lebensperspektive entwickelt werden kann.
ANGSTSTÖRUNGEN
Angst ist in vielen Situationen ganz normal und sinnvoll, denn Angst warnt uns vor einer realen Gefahr. Angst führt zu einer Alarmreaktion des Körpers, die uns darauf vorbereitet, entweder zu kämpfen oder zu fliehen. Es gibt aber auch Ängste, die irrational oder übertrieben sind. Wenn diese Ängste schließlich zu einer massiven Einschränkung in verschiedenen Lebensbereichen führen, dann spricht man von einer Angststörung.

Sollten Sie unter Ängsten in verschiedenen Situationen, z. B. im Fahrstuhl, in Menschenmengen, oder vor bestimmten Situationen wie z. B. Prüfungen leiden oder machen Sie sich ständig Sorgen, die eigentlich übertrieben sind, oder erleben Sie plötzlich für Sie völlig überraschend körperliche Angstsymptome wie Herzrasen, Schwindelgefühle, Übelkeit oder Atemnot, dann macht es Sinn, sich in eine Therapie zu begeben. Je früher behandelt wird, umso besser sind die Erfolgschancen.

In Deutschland erkranken etwa 15% der Bevölkerung in ihrem Leben an einer Angststörung. Unter dem Begriff Angststörungen fasst man verschiedene Arten von Ängsten mit unterschiedlichen Symptomen zusammen, z. B. Agoraphobie, spezifische Phobien, Panikstörungen, generalisierte Angststörung, für die es jeweils eigene Therapieansätze gibt. Oft treten Angststörungen auch gemeinsam mit anderen Problemen auf.
MOBBING & BURNOUT & STRESS
Mobbing ist zwar an sich keine Erkrankung, Mobbing kann aber neben körperlichen Erkrankungen und einschneidenden beruf­lichen und sozialen Veränderungen zu verschiedenen ernsthaften psychischen und psychosomatischen Erkrankungen führen. Offiziell sind etwa 3,5 % der Berufstätigen Mobbing-Opfer, die tatsächliche Zahl wird aber als deutlich höher eingeschätzt. Mobbing-Opfer werden von Vorgesetzten oder Kollegen ausgegrenzt, von wichtigen Informationen abgeschnitten, schikaniert, beleidigt, entweder mit Aufgaben maßlos überfordert oder unterfordert und mit demütigenden Aufgaben bedacht. Von Mobbing wird dann gesprochen, wenn es sich wiederholt über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Falls Sie in Ihrem Arbeitsumfeld Mobbing erleben, dann kann das zur Folge haben, dass Sie unter Schlafstörungen leiden, sich nicht mehr richtig konzentrieren können, Ängste und depressive Gefühlszustände erleben, dass Sie Alpträume haben und Ihr Selbstwertgefühl zunehmend schwindet. Daneben können Störungen im Magen-Darm-Trakt auftreten, Kopfschmerzen und Verspannungen der Muskulatur. Möglicherweise setzen Sie sogar Alkohol oder Medikamente ein, um das Ganze nicht mehr spüren zu müssen.

Sinnvoll ist es, rechtzeitig mit einer Behandlung zu beginnen, um sich selbst vor weiteren psychischen und körperlichen Erkrankungen zu schützen. In der Therapie muss das Mobbinggeschehen reflektiert und aufgearbeitet werden. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, um sich selbst wieder zu stabilisieren und die eigene berufliche und soziale Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Darüber hinaus geht es darum, die inzwischen aufgetretenen psychischen und/ oder psychosomatischen Beschwerden zu lindern oder zu beseitigen.

Burnout wird als Erschöpfungssyndrom bezeichnet und ist nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt als ein Problem der Lebensbewältigung. Oft führt das Burnout-Syndrom aber zu psychischen und psychosomatischen Störungen, die dann behandelt werden müssen. Typische Folgeerkrankungen sind Depressionen, Angststörungen oder somatoforme Störungen. Die Ursachen für Burnout liegen oft in dauerhaft zu hohen beruflichen oder privaten Belastungen, einer sich selbst überfordernden Leistungsorientierung und in der Vernachlässigung eines ausgewogenen Freizeitverhaltens.

Sollten Sie eine zunehmende körperliche und emotionale Erschöpfung erleben, einen Verlust Ihrer Leistungsfähigkeit, massive Konzentrationsstörungen, Ängste, depressive Gefühle, Versagensgefühle, Schlafstörungen oder sonstige körperliche Störungen, dann erscheint eine Behandlung sinnvoll.

Ein Burnout-Syndrom ist gekennzeichnet durch ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen. In der Therapie wird versucht, dieses Gleichgewicht über wirksame Selbsthilfestrategien und effiziente Stressbewältigungsmethoden wiederherzustellen. Wenn bereits weitere psychische oder psychosomatische Erkrankungen vorliegen, müssen diese ebenfalls behandelt werden, um die Symptome zu lindern oder zu beseitigen.

Hier finden Sie vertiefende Informationen zum Thema Burnout.
PROKRASTINATION
Unter Prokrastination versteht man „Aufschieben auf Morgen”. Tätigkeiten (z. B. Steuererklärung), die wichtig sind und dringend gemacht werden müssen, aber als unangenehm eingeschätzt werden, werden zugunsten anderer Tätigkeiten, die als angenehm empfunden werden, aber oft auch solche, die ebenfalls als unangenehm eingeschätzt werden (z. B. Aufräumen) aufge­schoben. Dabei sind sich die Betroffenen der dadurch entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst, was depressive Gefühle oder Ängste auslösen kann. Prokrastination ist keine psychische Erkrankung im engeren Sinne, kann aber zu psychischen Erkrankungen, vor allem zu Depressionen führen, die dann wiederum behandlungsbedürftig sind. Ca. 20 % der Bevölkerung gibt an, unter den Folgen von Prokrastination erheblich zu leiden.

Sollten Sie erleben, dass Sie sich wiederholt in einem Teufelskreis befinden, in dem Sie den festen Vorsatz haben, eine Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen, aber den richtigen Zeitpunkt verstreichen lassen, dadurch Ängste, Scham- und Schuldgefühle entwickeln und dadurch wiederum gehindert werden, die Aufgabe tatsächlich anzugehen, sollten Sie sich beraten lassen.

In einer Beratung oder einer Therapie werden Hintergründe für Ihr Prokrastinationsverhalten reflektiert und Methoden zur Selbstregulation vermittelt, um Aufgaben fristgerecht erledigen zu können. Sinnvoll ist es, sich in einer Gruppe mit dem gemeinsamen Thema Prokrastination auseinanderzusetzen.
KRIEGSKINDER/-ENKEL & DDR-OPFER
Etwa 60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs hat man erst begonnen, sich mit den Erlebnissen von „Kriegskindern”, geboren in der Zeit von 1929-1947, zu beschäftigen. Nach dem Krieg hatte man keine Zeit, sich mit der Psyche der Kinder, die oftmals schlimmste Erlebnisse hatten, auseinanderzusetzen. Überleben und Wiederaufbau standen im Vordergrund, die traumatischen Erlebnisse mussten verdrängt werden. Jetzt sind Kriegskinder im Rentenalter, jetzt tauchen die verdrängten Erlebnisse wieder auf. Man geht davon aus, dass ca. 25 % der Kriegskinder unter dauerhaft ungünstigen Bedingungen aufgewachsen sind. Aber nicht nur die Kriegskinder haben noch an den Folgen des zweiten Weltkriegs zu tragen, sondern oftmals auch deren Kinder. In vielen Studien hat sich gezeigt, dass Traumata an die nächste Generation weitergegeben werden. Aufgrund des Krieges gab es in Deutschland eine weitere Besonderheit: Ein Teil der deutschen Bevölkerung erlebte viele Jahre lang die DDR-Diktatur mit entsprechenden Folgen.

Wenn Sie unter Ängsten, Panikattacken, Zwangsgedanken oder -handlungen, Alpträumen oder Burnout oder sogar unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden und dies mit Kriegserlebnissen oder Erlebnissen in der DDR-Diktatur in Verbindung bringen können, sollten Sie dies psychotherapeutisch behandeln lassen.

Zunächst wird eruiert, welche psychischen Folgeerkrankungen vorliegen, um dann die Behandlung entsprechend zu planen. Wenn keine psychische Erkrankung vorliegen sollte, dann empfiehlt sich ein Austausch in einer Gruppe, in der auch die Erfahrungen und Bewältigungsmechanismen der anderen Gruppenmitglieder mit einfließen.

Nähere Informationen zum Thema Kriegskinder und Kriegsenkel.

WEITERE PSYCHISCHE STÖRUNGSBILDER, DIE WIR PROFESSIONELL BEHANDELN

DEPRESSIONEN
Eine Depression zeigt sich u. a. als tiefe Niedergeschlagenheit und als Unfähigkeit, Freude und Interesse zu empfinden. Häufig ist der eigene Antrieb vermindert, man ist weniger aktiv, zieht sich vor anderen zurück und erlebt Gefühle von Hoffnungs­losigkeit, Ängsten, Schuldgefühlen, Minderwertigkeit und eine ausgeprägte Sorge um die Zukunft bis hin zu Suizidgedanken. Oft treten auch Schlaf- und Konzentrationsstörungen auf. Wenn Sie unter depressiven Gefühlen leiden, ist die sinnvollste Therapiemethode die kognitive Verhaltenstherapie, evtl. in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung.
ZWANGSSTÖRUNGEN
Das wesentliche Kennzeichen einer Zwangsstörung liegt entweder in wiederkehrenden Zwangsgedanken, Zwangshandlungen oder beidem zusammen. Quälende Gedanken, Impulse und Handlungen treten immer wieder in ähnlicher Weise auf, ohne dass sich der Betroffene dagegen wehren kann. Diese Zwangsgedanken oder -handlungen werden als quälend und sinnlos erlebt, da sie sich ständig aufdrängen und die normalen Aktivitäten erheblich stören. Häufig kommen Zwangsstörungen gemeinsam mit Depressionen vor. Auch Zwangsstörungen lassen sich gut mit verhaltenstherapeutischen Methoden behandeln.
ANPASSUNGSSTÖRUNGEN
Anpassungsstörungen sind Reaktionen auf Belastungen. Von Anpassungsstörungen spricht man, wenn ein einmaliges belastendes Ereignis (z. B. Tod eines Angehörigen, Unfall, Operation) oder auch fortbestehende belastende Stresssituationen (z. B. Eheprobleme, Mobbing) zu subjektivem Leiden und emotionaler Beeinträchtigung führen. Die Symptome können recht unterschiedlich sein, beinhalten aber meist depressive Gefühle und Ängste. Darüber hinaus kann das Gefühl bestehen, den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können. Mit therapeutischer Unterstützung können erlebte Belastungen gut bewältigt werden.
SOMATISIERUNGSSTÖRUNGEN
Für Somatisierungsstörungen sind vielfältige, wiederholt auf­tretende und häufig wechselnde körperliche Symptome typisch. Zu den häufigsten Beschwerden gehören gastrointestinale Beschwerden und abnorme Hautempfindungen. Die meisten Menschen haben eine Reihe medizinischer Untersuchungen hinter sich, in denen keine organische Ursache gefunden werden konnte oder die vorhandenen körperlichen Symptome nicht das Ausmaß der Beschwerden erklären können. Da der Verlauf einer Somatisierungsstörung chronisch ist und zu einer lang dauernden Störung im sozialen, zwischenmenschlichen und familiären Bereich führen kann, ist eine Therapie auf jeden Fall angezeigt.
SCHLAFSTÖRUNGEN
Bei erhöhter Stressbelastung oder in persönlichen Krisen können Schlafstörungen auftreten, allerdings auch bei hormonell be­dingten körperlichen Veränderungen. Eine zu geringe Schlafdauer, Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen können langfristig zu schweren körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, wie z. B. Erschöpfung und Konzentrations­probleme führen. Wenn Sie einen erholsamen, gesunden Schlaf wiedererlangen wollen, sollten wir die Einflussfaktoren für den ungesunden Schlaf identifizieren und schlafstörende Gewohnheiten oder Gedanken modifizieren.
STÖRUNGEN DER IMPULSKONTROLLE
Eine Störung der Impulskontrolle liegt dann vor, wenn ein unan­genehm erlebter Anspannungszustand wiederholt durch ein unkontrollierbares impulsives Verhalten ausagiert wird, und zwar unter bewusstem Verdrängen der möglichen Folgen, die dieses Verhalten haben kann. Impulsive Verhaltensweisen können sich ­
z. B. auf Essen, Kaufen, Spielen und sexuelle Handlungen beziehen. In den letzten Jahren ist hier durch die Verfügbarkeit des Internets eine weitere Problematik hinzugekommen, und zwar die so genannte „Onlinesucht“.
SEXUELLE FUNKTIONSSTÖRUNGEN
Von sexuellen Funktionsstörungen spricht man dann, wenn Leidensdruck vorhanden ist, weil die eigenen Ansprüche an ein erfülltes Sexualleben nicht erreichbar sind. Dabei kann ein Mangel an sexuellem Verlangen (Libido) vorliegen oder eine Unfähigkeit, Befriedigung zu erreichen. Es können die not­wendigen körperlichen Reaktionen ausbleiben oder eine Unfähigkeit, einen Orgasmus zu erleben. Bei der Entstehung einer sexuellen Funktionsstörung sind sowohl psychische als auch somatische Faktoren beteiligt. Da eine sexuelle Funktionsstörung nicht für eine Person allein auftritt und bedeutsam ist, sondern in der Regel im Zusammenspiel mit einer anderen Person, ist es sinnvoll, den Partner in die Behandlung einzubeziehen.
CHRONISCHE SCHMERZEN
Chronische Schmerzen sind weit verbreitet und ausgesprochen belastend. Viele Menschen leiden z. B. unter wiederkehrenden Kopf- und Rückenschmerzen, oft ohne dass sich eine klare organische Ursache finden lässt. Neben mehr oder weniger stark ausgeprägten körperlichen Faktoren existieren bei chronischen Schmerzen immer auch psychische Komponenten, z. B. Stress, behindernde innere Haltungen. Ständige Schmerzen können natürlich auch zu weiteren Problemen in sozialer und psychischer Hinsicht führen, z. B. Rückzug, depressive Verstimmungen. Auch hier ermöglicht die Verhaltenstherapie wirkungsvolle Hilfe.