PSYCHOTHERAPIE > EINZELTHERAPIE (PSYCHOLOGISCHE PSYCHOTHERAPIE)

PSYCHOTHERAPIE
Psychotherapie wird nach dem Psychothera­peutengesetz von 1999 definiert als „Tätig­keit zur Feststellung, Heilung oder Linde­rung von Störungen mit Krankheits­wert, bei denen eine Psychotherapie indiziert ist“. Typische Störungen mit Krank­heits­wert sind beispielsweise Angststörungen oder Depres­sionen. Wenn Sie im Zweifel sind, ob Sie unter einer psychischen Störung mit Krank­heitswert leiden, rufen Sie einfach an oder informieren Sie sich anhand der ICD-10, die Internationale Klassifikation der Krankheiten.
KRANKHEITSWERT
Eine Störung mit Krankheitswert liegt z. B. bei Partnerschaftsproblemen oder Schwie­rig­­­keiten am Arbeitsplatz nicht vor. Wenn Sie sich mit solchen Problemen an mich wenden, dann können Sie jedoch Beratung in Anspruch nehmen. Wenn allerdings die genannten Probleme chronisch werden und sekundär zu psychischen Erkrankungen wie z. B. Angststörungen oder Depressionen führen, dann wiederum ist eine Psycho­therapie notwendig.
TYPISCHER ABLAUF
Wenn Sie sich einer Psychotherapie unterziehen wollen, finden nach einem Erstgespräch und probatorischen Sitzungen zu Beginn ein- bis zweimal wöchentlich Einzelgespräche statt, im Laufe oder zum Ende der Behandlung kann die Frequenz gesenkt werden. Eine Behandlungsstunde dauert 50 Minuten, die Dauer der Behandlung orientiert sich an der Art und dem Umfang der Problematik und den Ressourcen, die Sie selbst mitbringen. Eine Kurzzeitbehandlung beinhaltet in der Regel bis zu 25 Behandlungsstunden, eine Langzeitbehandlung bis zu 50 Stunden. Sollte darüber hinaus weiterhin Behandlungsbedarf bestehen, so kann die Therapie auch verlängert werden.

AUF EINEN BLICK
Innerhalb eines Jahres erkrankt in Deutschland jeder dritte Er­wachsene an einer psychischen Störung. Bei Frauen sind es 37 %, bei Männern 25 %. Die häufigsten Diagnosen sind dabei Angst­störungen mit einem Anteil von 14 %, gefolgt von somatoformen (körperliche Krankheiten ohne körperliche Ursache) mit 11 % und affektiven Störungen (z. B. Depressionen) mit 11 % und schließlich Suchterkrankungen (vor allem Alkoholabhängigkeit) mit 5 %. Diese Daten stammen von der Bundespsychotherapeutenkammer.
(Eigene Grafik.)
Schaubild zur Verbreitung psychischer Stoerungen in Deutschland

ES GIBT EINEN WEG
Wer sich in einer Krisensituation befindet und unter psychischen Problemen leidet, wünscht sich schnelle und kompetente Unter­stützung bei ihrer Lösung.
Wenn Sie das Gefühl haben, alleine mit Ihren Problemen oder Gefühlen nicht mehr zurecht zu kommen und wenn Sie darunter leiden, dann kann eine Psychotherapie helfen, Lösungswege aufzuzeigen und eine zufrie­denere Lebensperspektive zu entwickeln.
PSYCHOTHERAPIE INFO 1
Eine sehr hilfreiche und aktuelle Zusammen­stellung zum Thema finden Sie in der Bro­schüre Wege zur Psychotherapie der Bundes­psychotherapeutenkammer.
Broschuere Wege zur Psychotherapie
PSYCHOTHERAPIE INFO 2
Die unterschiedlichen Verfahren der Psychotherapie finden Sie ebenfalls zusammengestellt und bewertet im Wegweiser der Stiftung Warentest.
Vergleich von Verfahren der Psychotherapie
Psychische Erkrankungen, die nicht behandelt werden, führen dazu, dass diese Erkrankungen erneut auftreten und chronifizieren.
Monika Konitzer, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer NRW

ZUFRIEDENHEIT MIT PSYCHOTHERAPIE
Sie werden sich bestimmt die Frage stellen, wie Patienten letztlich ihre Therapeuten und die durchlaufenen Therapien bewerten. Dazu gibt es eine Untersuchung des Universitätsklinikums Leipzig, das genau dieser Frage nachgegangen ist. Das Ergebnis ist ermutigend. Es zeigt, dass fast 90 % der Patienten "sehr zufrieden" oder "zufrieden" waren. Die Psychotherapie hat also in der Wahrnehmung der meisten Patienten etwas gebracht. (Eigene Grafik.)
Schaubild Zufriedenheit mit Psychotherapie