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PAARTHERAPIE: AUF EINEN BLICK

Der größte Teil der Bevölkerung wünscht sich eine langfristige Beziehung und/ oder das Leben in einer Familie als unabdingbare Voraussetzung für ein glückliches, zufriedenes Leben. Die Schei­dungsraten oder Trennungen von Paaren sind jedoch erheblich und nehmen weiterhin zu. Schwierigkeiten in Paarbeziehungen sind ein bedeutsames Problem, das sich außerdem auch auf sämtliche anderen Lebensbereiche ungünstig auswirken kann. Besonders die Folgen von partnerschaftlichen Auseinandersetzungen auf evtl. vorhandene Kinder sind gravierend. Partnerprobleme spielen auch bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Problemen eine große Rolle.

PAARTHERAPIE: EIGNUNG

Liebe, Partnerschaft und Familie sind eine der wichtigsten Quellen für Zufriedenheit, Lebensfreude und psychische Gesundheit. Eine selbstzerstörerische Veränderung der Beziehung entwickelt sich jedoch meist nur schleichend und wird von den Beteiligten erst dann bemerkt, wenn ihnen die Situation bereits ausweglos erscheint. Sie verstricken sich zunehmend in negatives, aggressives Verhalten und gegenseitige Vorwürfe, bis letztlich das Thema Trennung unausweichlich ist. Die meisten Paare, die eine Paartherapie in Anspruch nehmen, beklagen eine mangelnde oder gar zerstörte Kommunikation, fehlende Zuwendung, unbefriedigende Sexualität und/ oder unverträgliche unterschiedliche Temperamente. Wenn aber der übergeordnete Wunsch nach einem harmonischerem Zusammenleben vorhanden ist und Bereitschaft, an diesem Ziel zu arbeiten, dann ist Paartherapie angezeigt.

PAARTHERAPIE: RAHMEN & KOSTEN

Paartherapie findet mit beiden Partnern einmal in der Woche statt, eine Sitzung dauert 90 Minuten. Die Sitzungen sind, wenn es um Kommunikationsprobleme und Konfliktlösungen geht, auf 15 Sitzungen begrenzt. Wichtig sind die Aufgaben, die in der Zeit zwischen den Sitzungen erfüllt werden müssen, um erfolgreich die vorhandenen Probleme behandeln zu können. Folgetermine können dann Sinn machen, wenn darüber hinausgehende Themen bearbeitet werden müssen.
Obwohl oft ein massives Leiden vorliegt, die Behandlung auch nach den Grundsätzen der Verhaltenstherapie durchgeführt wird und sogar als Paartherapie bezeichnet wird, werden derzeit Partnerschaftsprobleme nicht als Psychotherapie im engeren Sinne erfasst und deshalb auch nicht von den Krankenkassen finanziert.

PAARTHERAPIE: ABLAUF

Die Paartherapie ist primär nach der Verhaltenstherapie ausgerichtet und orientiert sich an einem klar strukturierten Konzept. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Studien, die empirisch die Effektivität des verhaltenstherapeutischen Ansatzes im Bereich Paartherapie belegen. Im Erstgespräch werden Ihnen als Paar die Grundideen der Therapie vermittelt, umgekehrt stellen Sie Ihre Problemsituation dar. Es folgt eine diagnostische Abklärung und Festlegung der persönlichen Therapieziele. Dann werden die Kommunikation und das Konfliktlöseverhalten innerhalb der Partnerschaft analysiert und neue Kommunikationsfertigkeiten und Konfliktlösestrategien geübt. Durch Verhaltensänderungen können die positiven Effekte unmittelbar spürbar werden und zu einer dauerhaften Verbesserung der partnerschaftlichen Situation führen. Am Schluss werden Maßnahmen zur Bewältigung von Krisensituationen vermittelt. Idealerweise kann dadurch ein tieferes Verständnis für die Persönlichkeit des anderen, für die Konfliktdynamik und die eigenen Anteile daran entstehen, sodass in der Beziehung mehr Offenheit, Toleranz und Nähe gezeigt werden kann.