Diplom-Psychologin Cora Kepka Bonn
Mein Tipp für Mitglieder der gesetz­lichen Krankenversicherung (GKV): Bitte beachten Sie die Hinweise unter "Gesetzlich Versicherte". Dort - und auch ganz unten auf dieser Seite - finden Sie Informationen zum Kostenerstattungs­verfahren.

PRAXIS > PSYCHOTHERAPIE-KOSTEN & KOSTENERSTATTUNG

PRIVAT VERSICHERTE
Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel problemlos die Kosten für eine Psychotherapie. Es gibt jedoch einige pri­va­te Krankenkassen und Tarife, die bei Psy­cho­therapie nur Basis­leistungen erstatten oder andere Einschränkungen vorsehen. Darüber hinaus können weitere Unter­schie­de z. B. in Bezug auf das Beantragungs­ver­fahren, die dazu notwendigen Formulare und bezüglich der Anzahl der übernom­menen Psycho­therapiesitzungen existieren. Deshalb empfehle ich Ihnen, sich bei Ihrer Krankenversicherung frühzeitig zu den übernommenen Leistungen bei Durchfüh­rung einer Verhaltenstherapie durch einen Psychologischen Psychotherapeuten zu informieren und auch die notwendigen Formulare für die Beantragung anzufordern.
GESETZLICH VERSICHERTE
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen normalerweise die Kosten für eine psy­chotherapeutische Behandlung bei Psycho­therapeuten mit Kassensitz. Bei nicht-vertragsärztlichen, freien Praxen oder Privatpraxen wie meiner werden die Kosten für eine Behandlung jedoch nur unter besonderen Umständen im Rahmen des so genannten Kostenerstattungsverfahrens gezahlt. In dem Fall müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: 1. Eine Psycho­therapie ist bei der vorhandenen Problematik notwendig, 2. es gibt keine Behandlungsmöglichkeit durch einen Psychotherapeuten mit Kassensitz in ange­messener Wartezeit (max. 3 Monate) in Wohnortnähe und mit einem sinnvollen Behandlungsverfahren. Genaueres zum Kostenerstattungsverfahren können Sie telefonisch mit mir besprechen.

Eine sehr hilfreiche Broschüre zum Kostenerstattungsverfahren bietet die Bundespsychotherapeutenkammer an.

SELBSTZAHLER
Gelegentlich entschließen sich Patienten, die Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung selbst zu tragen. Sollten Sie sich ebenso entscheiden, wird für Sie ein individueller Kostenvoranschlag erstellt. Das Honorar für die psychotherapeutischen Leistungen richtet sich dabei nach der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP). In der Regel setze ich 100,55 € für ein 50-minütiges Therapiegespräch an.
BEAMTENBEIHILFE
Beihilfestellen von Bund, Ländern und Kommunen erstatten meist ohne Probleme die Kosten für eine Psychotherapie.  Dabei ist es erforderlich, dass innerhalb der ersten fünf Sitzungen ein ausführlicher Antrag durch den behandelnden Thera­peuten erstellt werden muss. Teilen Sie bitte Ihrer Beihilfestelle zeitnah mit, dass Sie Psychotherapie in Anspruch nehmen möchten und informieren Sie sich bitte über die formalen Schritte und beantragen Sie die notwendigen Formulare.
BERUFSGENOSSENSCHAFT
Berufsgenossenschaften übernehmen die Kosten für eine Psychotherapie dann, wenn die zu behandelnde psychische Erkrankung in ihren Zuständigkeits­bereich fällt. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn durch einen Unfall am Arbeitsplatz ein psychisches Trauma resultiert, das behandelt werden muss. Erkundigen Sie sich bitte in einem solchen Fall bei der für Sie zuständigen Berufs­genossenschaft nach den vorhandenen Bestimmungen, wenn Sie eine Psychotherapie wahrnehmen wollen.

KOSTENERSTATTUNG IN DER PSYCHOTHERAPIE: WICHTIGE INFOS FÜR PATIENTEN DER GKV
Enter the name for this tabbed section: Was ist das?
Das Kostenerstattungsverfahren ist relevant für gesetzlich versicherte Patienten und steht im Zusammenhang mit den knappen Plätzen für Psychotherapie. Das Verfahren eröffnet Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eine realistische Chance, auch in einer Privatpraxis behandelt zu werden, wenn sie keinen Platz bei einem kassenzugelassenen Psychotherapeuten in Bonn (oder Umge­bung) finden. Dabei wird der aktuelle Kassensatz von der GKV übernommen, möglicherweise auch der private Satz entsprechend der Gebührenordnung für Psychotherapeuten. Zurzeit stehen die Chancen übrigens besser denn je, das Verfahren positiv und vor allem schnell zu nutzen (vgl. dazu den letzten Reiter).
Enter the name for this tabbed section: Wie geht das?
Damit Ihre GKV Ihnen das Verfahren genehmigen kann, müssen ihr folgende Informationen vorliegen: a) ein Antrag auf Kosten­erstattung (ein Muster erhalten Sie von uns), b) eine Bescheinigung Ihres Haus- oder Facharztes, dass eine psychotherapeutische Behandlung notwendig und unaufschiebbar ist, c) das Protokoll der vergeblichen Suche nach einem Psychotherapeuten mit Kassen­zulassung sowie d) die Bescheinigung eines approbierten Psychotherapeuten in Privatpraxis, dass die Behandlung kurzfristig übernommen wird. Details, wie man diese Aufgaben am besten bewältigt, finden Sie unter dem Reiter "Wo finde ich Infos?" sowie direkt bei unserem Team. Kontaktieren Sie uns. Wir werden Sie unterstützen.
Enter the name for this tabbed section: Wo finde ich Infos?
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Flyer-Kostenerstattung-Psychotherapie
PDF, 246 KB
Die besten Quelle zu diesem Thema ist die Infobroschüre der Bundespsychotherapeuten­kammer, die das Kostenerstattungsverfahren übersichtlich und aus Patientensicht erklärt. Hier finden Sie die einzelnen Anforderungen genau beschrieben. Infos zum aktuellen Stand stehen unter dem letzten Reiter oder erhalten Sie im Kontakt mit meinem Team. Wir helfen Ihnen gerne weiter und statten Sie mit Muster­briefen etc. aus. Hinweis: Die Broschüre wird auch weiter unten auf dieser Seite direkt eingeblendet.
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Meldung-der-BPtK-zur-Kostenerstattung
PDF, 69 KB
Sehr wichtig im Zusammenhang mit der Kostenerstattung ist die aktuelle Meldung der Bundespsycho­therapeutenkammer vom 29. April 2013: „Der Gesetzgeber hat hier der Praxis einiger Kassen einen Riegel vorgeschoben“, erläutert die BPtK. „Seit einiger Zeit berichten Versicherte der BPtK immer wieder, dass ihre Kassen Kostenerstattungsanträge einfach liegen lassen. Zukünftig können Krankenkassen die Behandlung so nicht mehr verzögern.“ Die Frist beträgt drei Wochen und – soweit Gutachten eingeholt werden – fünf Wochen." Also: Anträge gelten nach 5 Wochen als genehmigt, wenn keine Reaktion erfolgt.
Weitere aktuelle Meldungen dazu im Internet: SPIEGEL ONLINE, ÄrzteZeitung, Krankenkassenratgeber
SCHAUEN SIE DOCH DIREKT REIN IN DEN RATGEBER DER BUNDESPSYCHOTHERAPEUTENKAMMER