FAQ: häufig gestellte Fragen


  • 1. Fragen rund um die Psychotherapie
  • Wie unterscheiden sich Psychologen, Psychologische Psychotherapeuten und Psychiater?
    Psychologe: Ein Diplom-Psychologe hat erfolgreich ein Psychologiestudium abgeschlossen.
    Psychotherapeut: Dieser hat eine zusätzliche Ausbildung in Psychotherapie durchlaufen. Es handelt sich um eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung.
    Arten von Psychotherapeuten: Nur a) Psychologische Psychotherapeuten, b) Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (Patienten bis 20 Jahre) und c) ärztliche Psychotherapeuten dürfen sich Psychotherapeut nennen.
    Psychologischer Psychotherapeut: Dieser hat zunächst ein Psychologiestudium an einer Universität abgeschlossen und dann nach einer drei- bis fünfjährigen, staatlich geregelten psychotherapeutischen Ausbildung die Approbation als Psychotherapeut erhalten.
    Ärztliche Psychotherapeuten/Psychiater: Psychische Krankheiten werden auch von Fachärzten diagnostiziert und behandelt. Dazu gehören insbesondere Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Diese Ärzte haben Medizin an einer Universität studiert und danach eine Weiterbildung für die Behandlung psychischer Krankheiten abgeschlossen. Sie können unter anderem Medikamente verordnen und Psychotherapien durchführen.
    Heilpraktiker für Psychotherapie: Heilpraktiker verfügen über keine Approbation. Da die Inhalte der Heilpraktikerausbildung gesetzlich nicht festgelegt sind, kann der Umfang und die Qualität der Ausbildung sehr unterschiedlich sein. Die Arbeit von Heilpraktikern unterliegt auch keiner berufsrechtlichen Aufsicht. Die gesetzlichen und viele private Krankenkassen zahlen die psychotherapeutischen Angebote von Heilpraktikern nicht. Heilpraktiker dürfen sich nicht als Psychotherapeuten bezeich- nen. Sie nennen sich deshalb oft „Heilpraxis für Psychotherapie“ oder „Heilpraktiker für Psychotherapie“.

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  • Über welche Qualifikation verfügt ein Psychotherapeut?
    Seit 1999 ist die Bezeichnung »Psychotherapeut« gesetzlich geschützt, um eine qualitativ hochwertige Behandlung zu sichern. Das Psychotherapeutengesetz legt fest, dass sich nur diejenigen als »Psychotherapeut« bezeichnen dürfen, die eine Approbation besitzen, also über eine staatliche Erlaubnis verfügen, einen Heilberuf auszuüben. Über eine solche Approbation verfügen seit 1999 neben Ärzten auch Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Wenn Sie diese Berufsbezeichnungen auf einem Praxisschild lesen, können Sie sicher sein, dass der Therapeut ausreichend qualifiziert ist, psychische Krankheiten zu behandeln. Deshalb sollten Sie auf diese Bezeichnungen achten.
    Approbierte Psychotherapeuten arbeiten mit Behandlungsverfahren, die wissenschaftlich überprüft wurden und sich als wirksam erwiesen haben. Sie verfügen über Kenntnisse, das ganze Spektrum psychischer Störungen nach neuesten internationalen Erkenntnissen zu diagnostizieren und zu therapieren. Egal, ob Sie an starken Ängsten, einer Magersucht oder einer Depression leiden, ein approbierter Psychotherapeut kann Ihnen qualifiziert weiterhelfen.
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  • Wann kann es ratsam sein, eine Psychotherapie zu durchlaufen?
    Jeder Mensch kennt psychische Beschwerden. Jeder Mensch gerät im Laufe seines Lebens in verschiedene Krisen. Meist gelingt es, diese Krisen ohne professionelle Hilfe zu bewältigen. Die menschliche Psyche verfügt über beachtliche Selbstheilungskräfte. Viele Menschen haben auch eine Familie oder Freunde, die sie wirkungsvoll unterstützen.
    Manchmal gelingt es jedoch über Wochen und Monate nicht, aus eigener Kraft oder durch Gespräche mit einem Lebenspartner oder Vertrauten die vorhandenen Schwierigkeiten zu überwinden. Die psychischen Probleme bleiben bestehen und entwickeln ein Eigenleben, dem sich der Einzelne nur schwer entziehen kann. Dann könnte es sinnvoll sein, einen Psychotherapeuten aufzusuchen und in einem persönlichen Gespräch zu klären, ob eine Behandlung ratsam ist.
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  • Gelten für Psychotherapeuten Regeln der Berufsausübung?
    Ja, solche Regeln gibt es. Hier die wichtigsten auf einen Blick:
    a) Einwilligung: Jede Behandlung bedarf der Einwilligung durch den Patienten.
    b) Information: Psychotherapeuten klären ihre Patienten auf über Indikation, Art der Behandlung, Therapieplan, ggf. Behandlungsalternativen, mögliche Behandlungsrisiken, die Honorarregelungen, die Dauer einer einzelnen Sitzung, die Häufigkeit der Sitzungen und die voraussichtliche Gesamtdauer der Behandlung.
    c) Schweigepflicht: Psychotherapeuten sind zur Verschwiegenheit über das verpflichtet, was ihnen durch Patienten oder durch Dritte beruflich anvertraut und bekannt geworden ist.
    d) Dokumentation: Psychotherapeuten sind verpflichtet, über Psychodiagnostik und Psychotherapie Aufzeichnungen zu erstellen. Diese müssen Datum, Befunde und psychotherapeutische Maß- nahmen enthalten. Der Patient hat das Recht, die Einsicht in diese Dokumentation zu verlangen. Wenn dadurch die Gesundheit des Patienten erheblich gefährdet wird, kann der Psychotherapeut die Einsicht verweigern.
    e) Sorgfalt: Psychotherapeuten nutzen weder das Vertrauen, die Unwissenheit, die Leichtgläubigkeit, die Hilflosigkeit oder eine wirtschaftliche Notlage von Patienten aus noch machen sie unangemessene Versprechungen oder Entmutigungen in Bezug auf den Heilerfolg.
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  • Kann sich ein Patient über seinen Psychotherapeuten irgendwo beschweren?
    Ja, natürlich. Als mein Patient können Sie sich über mich bei der Psychotherapeutenkammer NRW (vgl. Impressum) beschweren, wenn ich Ihrer Ansicht nach meine Berufspflichten verletzt habe. Die Kammer ist verpflichtet, jeder einzelnen Beschwerde nachzugehen und zu überprüfen, ob ein berufsrechtswidriges Verhalten vorliegt.
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  • Welche Fragen könnte ich mir im Vorfeld eines Therapeutenkontaktes selbst stellen?
    Wenn Sie noch eingehender prüfen möchten, ob für Sie eine Psychotherapie in Frage kommt oder nicht, hilft Ihnen vielleicht folgende Frageliste:
    Erkenne ich mich nicht mehr wieder?
    Fühle ich mich anders als sonst?
    Gibt es eine Erklärung für diese Veränderung?
    Reicht diese nicht aus, um die Dauer und Heftigkeit der Beschwerden zu begründen?
    Kann ich meine tägliche Arbeit nur noch mit Mühe verrichten?
    Mache ich mir immer Sorgen und habe viel Angst?
    Leide ich unter körperlichen Beschwerden?
    Ist mein Schlaf gestört? Schlafe ich zu wenig oder zu viel?
    Fühle ich mich oft aggressiv, hasserfüllt, gereizt oder bin ich sehr intolerant?
    Bin ich oft krankgeschrieben?
    Habe ich Selbstmordgedanken?
    Habe ich kaum noch Menschen, mit denen ich über meine Probleme sprechen kann?
    Helfen Gespräche mit Partnern und Freunden nicht mehr?
    Fällt die Veränderung auch anderen deutlich auf?
    Ist das schon länger als drei Monate so?
    Ist mir alles egal?
    Quelle: Rosemarie Piontek, Mut zur Veränderung. Methoden und Möglichkeiten der Psychotherapie. Bonn 2009
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  • 2. Fragen rund um die Privatpraxis im Park
  • Verfügt meine Therapeutin über eine so genannte "Fachkunde in einem Richtlinienverfahren"?
    Ja, ich verfüge über Fachkunde im Richtlinienverfahren "Verhaltenstherapie". Diese Frage wird insbesondere dann an Sie gestellt werden, wenn Sie als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse einen Antrag darauf stellen, in meiner Privatpraxis behandelt zu werden. Das ist möglich, wenn Ihnen bei mindestens drei Psychotherapeuten mit Kassensitz kein zeitnaher Termin angeboten wird. Dann kann auch ich Sie gegebenenfalls behandeln, und Ihre gesetzliche Krankenkasse trägt die Kosten, obwohl ich in der Regel Privatpatienten behandle. Das genaue Verfahren finden Sie einerseits im Menüpunkt PRAXIS>ABLAUF erläutert, andererseits in der Patientenbroschüre "Ratgeber Kostenerstattung". ► nach oben springen
  • Kosten Erstgespräch?
    Die Kosten für ein Erstgespräch richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) und liegen derzeit bei 100,55 € für ein Gespräch von 50 Minuten Dauer. ► nach oben springen
  • Dauer bis zu positiven Veränderungen?
    Eine Psychotherapie hat grundsätzlich das Ziel, dass es Ihnen nach der Behandlung besser geht und dass Sie geeignetere Bewältigungsstrategien für erneut auftretende Schwierigkeiten erworben haben. Wenn Sie eine Therapie beginnen, kann es aber - abhängig von der Diagnose und dem Schweregrad Ihrer Problematik und den jeweiligen Therapieinhalten - vorübergehend auch zu Verschlechterungen Ihrer Befindlichkeit kommen. Normalerweise sollte aber im Verlaufe der Therapie eine zunehmende Verbesserung Ihrer Befindlichkeit auftreten. Wenn Sie nach 10-15 Therapiestunden jedoch den Eindruck haben, dass es Ihnen eher schlechter als besser geht, dann sollten Sie dies unbedingt ansprechen. ► nach oben springen
  • Welche Kosten wird meine private Krankenversicherung (PKV) übernehmen?
    Die Regelungen für die Kostenübernahme einer Psychotherapie sind bei den privaten Versicherungen vertragsabhängig. Idealerweise lesen Sie im Vorfeld unseres Erstgespräches in Ihrer Versicherungspolice nach, welche Leistungen konkret übernommen werden. im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte Ihre Versicherung, um die genauen Konditionen zu erfragen. Die Regelungen der Beihilfe sind ähnlich den Bestimmungen für die gesetzlichen Krankenkassen. Verfügt der Psychotherapeut über einen Arztregister-Eintrag oder die Kassenzulassung kann eine Psychotherapie mit der Beihilfe abgerechnet werden. Hinweis: Ich verfüge über einen Arztregister-Eintrag. ► nach oben springen
  • Kann ich als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung ebenfalls in einer Privatpraxis behandelt werden?
    Ja, es gibt durchaus die Möglichkeit. Hintergrund: In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung bei Psychotherapeuten mit Kassensitz. Bei nicht-vertragsärztlichen, freien Praxen wie meiner werden die Kosten jedoch nur in Ausnahmefällen im Rahmen des so genannten Kostenerstattungsverfahrens übernommen. Hierfür müssen folgende Punkte erfüllt sein: Eine psychotherapeu­tische Behandlung muss notwendig sein, eine Behandlungsmöglichkeit durch einen Vertragspsychotherapeuten steht nicht in ange­messener Wartezeit, in ange­messener Wohnortnähe und durch einen Therapeuten mit angemessenem Behandlungsverfahren zur Verfügung. Genaueres zum Kostenerstattungsverfahren können Sie telefonisch mit mir besprechen, ich weise allerdings darauf hin, dass das Kostenerstattungsverfahren aufgrund der relativ guten Versorgungslage in Bonn je nach GKV nicht realisiert wird. Eine sehr hilfreiche Broschüre zum Kostenerstattungsverfahren bietet die Bundespsychotherapeutenkammer an. Aktuelle Hinweise zum Thema finden Sie auf der Startseite der Privatpraxis im Park im Infokasten. ► nach oben springen
  • Muss ich für eine versäumte Therapiestunde, bei der ich nicht erschienen bin, auch zahlen?
    Wenn Sie bis zu zwei Tagen vor dem Termin absagen, entstehen für Sie keine Kosten. Da psychotherapeutische Praxen als Bestellpraxen funktionieren, also keine offenen Sprechstunden haben und die Termine langfristig vergeben, fallen für Sie Kosten in Höhe von 80,00 € an, wenn Sie nicht rechtzeitig abgesagt haben.
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